Skjaldar – Weltenbruch 17.11.2015 - von Simi Dörig

Aus den alten Tagen, als Sagen und Legenden noch Teil der Sippengemeinschaft waren, waren es die Skalden, die von Festen, Helden und dem Ende berichteten, dem Weltenbruch!

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Skjaldar, eine Band die mich innert einem Konzert am AAARGH Festival überzeugen konnte und bei Odins Bart, dass ist selten! Nach dem Konzert wollten sie auch nur 16Euro für Shirt & CD und das sind nur kleine Infos, aber es hat sie mir da einfach noch sympathischer gemacht… ich schweife ab…

Skjaldar kommen aus Kreis Bayreuth und spielen Pagan Black Metal, rein mit deutschen Texten und man könnte eigentlich schon fast, als den kleinen Bruder von Gernotshagen bezeichnen.
Ich nehme an das Skjaldar, von Skalde abgeleitet ist, was in der alten nordischen Kultur die Sänger, Geschichtenerzähler und Bewahrer der Bräuche waren, was auch super zu ihrer Musik und den Texten passt.
Leider muss ich gestehen, dass ich nicht viele Infos über die Band habe.
Eine FB Seite, eine YouTube Channel, aber keine Homepage, doch es ist ihre erste CD und bei den Göttern, es geht hier gar nicht darum was sie sind, sondern was sie machen, einen Weltenbruch:

1. Intro
Instrumentaler Song, der mir schon ein bisschen Gänsehaut beschert. Klavier und epische Hintergrund Musik, so muss das sein!

2. Sturmflut
Gleich vom ersten Song als Übergang, kommt die Sturmflut, es sei gesagt das eines Tages die Welt untergehen wird, doch wo Noah eine Arche baut, stellt Skjaldar ein Langschiff hin uns segeln nach Valhall in die Reihen der Einherjer. Gutes Lied, mit reichlich Abwechslung!

3. In Ewigkeit
Dieses Lied wird vor allem von den zwei Gesangstypen dominiert, der epischen Stimme und dem gegrowlten Text. So etwas ist gut gelungen, zwei Stimmen mit ihrem eigenen Gesang, Abwechslungsweise und im Duett.

4. Fremdes Land
Angefangen mit Gitarre und langsamen Schlagzeug, wird der Song auch nicht viel schneller.
Doch das muss er gar nicht, Regen, Weissagungen und eine Reise in das fremde Land, prägen den Text und es passt einfach zur Melodie.

5. Drachensang
Das Lied des Drachens, wieder abwechslungsweise von epischer und gegrowlter Stimme gesungen.
Ein Lied, wie sie aus dem Film Die Herrschaft des Feuers, stammen könnte, auch was den Verlauf der Geschichte anbelangt!

6. Nebelkleid
Das Intro fährt mir kalt den Rücken herab, fast zwei Minuten nur Instrumental, bis der Gesang losgeht. Eine der besten, fast schon Ballade könnte man sagen, die ich jemals im Pagan Metal gehört habe!
Vom Nebelkleid, verhüllt dein Licht, dein Antlitz zeigt, die Sonne nicht
Der weisse Dunst, so grell und dicht. Meine Kraft hielt, doch dein Leben nicht!



7. Fest der Ahnen
Das Trinklied des Album, ja mein kleiner Favorit.
Hebet Hörner, hebt die Humpen, trinket auf die alte Zeit
Lasst fliessen die den Wein, lasst fliessen das Bier, auf die Ahnen da trinken wir!

Guter Song, passendes Tempo zum Anstossen, so gefällt mir das!

8. Vom alten Hein
Das alte Leidige Thema, die Christen wie sie das Heidentum verdrängt haben. Skjaldar bringt dieses genauso gut zur Geltung, wie etwa Obscurity oder Black Messiah. Hört doch einfach mal selbst, in diese kleine Geschichtsstunde herein.



9. Sturm der Asen
In den alten Liedern wurde berichtet, das Midgard (for Dummies: die Erde) nur eine Leihgabe der Götter an uns ist. Was machen wir also damit? Ausbeuten, zerstören und ausrotten.
Was schon diverse Genres besungen haben, wird hier auf eine neue Ebene gehoben, nicht die Natur selbst, sondern ihre wahren Herren, werden und zur Rechenschaft ziehen. Eine epische Alternative zu… naja sagen wir Baumknutscher Songs.

10. Skjaldarsul
Ein typisches Skaldenlied über die Geschichten der Götter, neun Welten und die Pflicht, diese Sagen auch weiter zu geben. Schnellere und langsamere Passagen wechseln sich hier wieder passend ab, während alte Bräuche wiederbelebt werden!

11. In Stein gemeißelt
Am Rumpf der Säule der Säule steht, ein Wort in Runenschrift geschrieben
SKJALDAR. Wart in Stein gemeisselt, um ewiglich zu siegen!

Eines der besten Lieder des Albums, schon allein beim Anfang. stellen sich langsam die Nackenhaare bei mir auf.
Zwar melodisch nicht so Abwechslungsreich, wie die anderen Songs, aber das gesamt Konzept mit Text, passt einfach zu gut!

12. Auf zu fernen Landen
Zum Abschluss geht es noch einmal zügiger daher, Aufbruchs-Stimmung herrscht auf dem letzten Song des Albums, bis es langsam ausklingt…


Fazit:
Mit Weltenbruch bringen Skaldar ein episches Debüt Album heraus, das mich Live beim ersten Mal umgehauen hat.
Musikalisch Abwechslungsreich und Textlich mit heidnischen Geschichten und Themen gefüllt, hoffe ich noch weiteres Material und Live Auftritte dieser Band zu bekommen!
Darum gibt es von mein ein Horn Met auf die Band und die Götter, sowie 9/10 Odintrunke!

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