Russkaja - Energia 18.06.2013 - von Knut van Knöterich

Russkaja! Turbopolka für gutes Kollektiv!

Unsere russisch-österreichischen Freunde von Russkaja haben uns dieses Jahr mit ihrem neuen Album "Energia" beschenkt und ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, über dieses Album ein kleines Resümee zu schreiben.
Russkaja sind eine Ska-Band mit russischen Wurzeln und das hört man auch sehr gut raus: Die Melodien erinnern an Mütterchen Russland. Mit Geigen und Trompeten, aber auch mit E-Gitarre und Schlagzeug und der rauen, aber sehr sympathischen Stimme von Sänger Georgij können sich Russkaja auf eine Ebene mit EAV (Erste allgemeine Verunsicherung) und Falco stellen! Sie sind die Live-Band bei der Show "Willkommen Österreich" mit den Herren Stermann und Grissemann und sie sind ebenfalls sehr gern gesehene Gäste auf diversen Festivals, unter anderem dem Wacken Open Air.

Mit ihren Hits wie "Psycho Traktor", "Change", "More" und "Gop stop" bringen sie gute Laune, geniale Musik und eine grosse Portion Russland in die Gehörgänge. Ich für meinen Teil bin hellauf begeistert von ihnen und viele andere Metaller ebenso. Wer die Möglichkeit hat, Russkaja live zu erleben, sollte das definitiv machen. Genug Lobeshymnen gesungen! Mein Glas wird mit russischem Vodka gefüllt und die neue Scheibe wird angehört!

Energia: Schneller Song, typischer Ska, geile Gitarrenparts, knackige Trompeten, genialer gute Laune Song.

Barada: Ruhiger Song, viel Trompete, gut zum Chillen.

Radost Moja: hektischer Song, hat etwas von einem Country-Song, super Trompete.

Autodrom: krasses Intro, sehr Thrash Metal lastig, schneller Song, perfekt zum Moshen, Trompeten und Geige werden missbraucht, verdammt geiler Song!!!!

Istanbul: eher langsamer Song, sehr viele orientalische Melodien.

Violina Mia: ruhiger Song, viel Trompete und Violine, schöne Melodien, gut zum Chillen.

Kartuli Vino: Ruhiger Song, hört sich sehr an wie Dschinghis Khan's "Moskau", knackige Trompeten und Violine.

Surrealnaja: Ruhiger Song, Polkamässig, könnte schneller sein.

Dikije Deti: Schneller, gitarrenlastiger Ska Song, spontan kommt mir Pantera in Sinn, genialer "Breakdown" mit Trompete und Violine, sehr gut zum Headbangen!

Ajajaj: Gemütlicher Ska-Song, gute Wechsel zwischen den Tempi des Schlagzeugs.

Tanzi Tanzi: Schneller Song, sehr Rock und Metal-lastig, perfekter Hüpfsong und Tanzsong.

Sorry: Sehr ruhiger Song, Balladenmässig, gut um abzuschalten.

Das Album ist viel von ruhiger Musik geprägt. Die Trompete, Posaune und Violine sind oftmals sehr knackig gespielt, was doch teilweise eine gewisse "Hektik" auch in die ruhigen Songs bringt. Mir persönlich haben die Songs "Energia", "Autodrom" und "Dikije Deti" gefallen, da dort die Gitarre sehr stark an Heavy Metal erinnert. Speziell bei Autodrom wurde stark mit Thrash Metal experimentiert, was den Song perfekt zum Moshen macht. Ebenfalls zu erwähnen ist von den eher ruhigereren Songs der Song "Sorry". Georgij's rauchige, tiefe Stimme macht ihn sehr angenehm zu hören und um die Alltagssorgen zu vergessen. Zu den typischen Mitgröhlsongs gehören definitiv "Energia" und "Autodrom", die sich ohne Scham auf ein Podest stellen können mit "Psycho Traktor", "Gop Stop" und "Hej Stoj".

Alles in Allem ist "Energia" ein sehr gelungenes Album, aber es fehlen einfach doch ein, zwei weitere, schnellere Songs und das egal, ob die E-Gitarre missbraucht wird oder nicht. Meines Erachtens ist die Scheibe nicht schlecht. Ein würdiger Nachfolger zu "Kasatchok Superstar" und "Russian Voodoo" ist sie allerdings nicht, da zu wenige Highlights auf der Platte sind. Ich bin allerdings sehr gespannt darauf, wie die Songs sind, wenn sie live gespielt werden. Denn eines habe ich bei Russkaja gelernt:

Gruppa Russkaja machen Kollektiv mit guter Turbopolka bei Festivals und Clubs ebenfalls!

Sa sdarje! Auf die Gesundheit!