Rechtsrock im Hallenstadion! 03.10.2013 - von Roman Kurtz

Die Gesellschaft ist empört und Dies, ohne weitere Recherchen durchzuführen, auch absolut zurecht! So soll am 5. Dezember 2012 eine Naziband im Zürcher Hallenstadion auftreten. Die rede ist von der umstrittenen doitschsprachigen Rockgruppe “Die toten Hosen”.

Mit dem kommerziellen Erfolg hat die Band zwar die üblichen konspirativen Veranstaltungen hinter sich gelassen, aber die Sprache der Vergangenheit ist eindeutig. So wurden die ersten Aufnahmen unter dem Bandeigenen independet-Label “TOT” veröffentlicht. Die veröffentlichte Single hört auf den Namen “Wir sind bereit”. Bereit für den Tod? Bereit für die Sache zu sterben? Typische Nazi-Verbrüderungs-Rhetorik um gegen Ausländer und Linke zu mobilisieren. Aber das war nur der Anfang. Andreas Frege, Frontmann der Gruppe, hört auf den Namen “Campino”, dies wiederum stellt ein Anagramm zu “Cap Omni” dar, was in Latein etwa für “Kapitel Alle” steht. Daher leitet sich auch die ideologische Basis der gesamten Band ab, dass sie das “Kapitel” von Nazideutschland gegen “alle” Juden wiederholen wollen, um jeden Preis.

Daher auch der Titel Ihrer zweiten Single “Reisefieber”, so wie Deutschland bereits am 1.9.1939 an “Reisefieber” litt und kurzerhand Polen überfiel.

Genau wie die Nazis bandelt die Band sich zuerst friedlich mit Italien an und spielt Ihr erstes Auslandkonzert in Rom, bevor Sie dann 1984, wie das 1000 Jährige Vorbild, auf “Frankreich Tournee” gegangen sind. In dem Jahr bekannte sich die Band auch öffentlich gegen die Bundesrepublik Deutschland mit Ihrer Veröffentlichung von “Unter Falscher Flagge”, damit präsentieren Sie sich stolz als arische Übermenschen, welche von der BRD und Multikulti gar nichts halten.

Der “Knochenadler” welcher auf einer Version des Covers von Unter Falscher Flagge zu sehen ist, blieb bis Heute das Bandlogo der Hosen. Eine anspielung auf den deutschen Bundesadler, die BRD soll sterben, damit das faschistische Deutschland wieder aufleben kann, so der Tenor der Band.

Die Band selbst verweist immer wieder darauf, linken Punk zu spielen und distanziert sich öffentlich von den Anschuldigungen. Ein Auszug aus der Süddeutschen Zeitung zeigt die Problematik mit der sich die Band konfrontiert sieht:

"Für die Rechten müssten wir eigentlich eine Verräter-Band sein", sagt Campino. Die Realität sieht anders aus: Auf seiner eigenen Internet-Präsenz bewirbt der NPD-Funktionär Patrick S. das neue Album von den Toten Hosen "Ballast der Republik". "Die sind zu 80 Prozent bei uns", sagt er. Darauf angesprochen, sagt Campino: "Da schäme ich mich, dass die unseren Namen in den Mund nehmen." Als Band könne man jedoch nur wenig gegen diese Art der Instrumentalisierung tun.

Für das Konzert in Zürich bleibt ein braun/fader Beigeschmack zurück, da die Band in der selben Lokalität auftreten wird, in der schon die Nazibands: Böhse Onkelz, Frei.Wild und die Kastelruther Spatzen; spielten. Auch wenn sich die Band von allen rechten Vorwürfen distanziert, kann nicht eindeutig deren tatsächliche, individuelle Meinung ergründet werden, schade, dass die Stadt Zürich nicht eingreifen und das Konzert verbieten wird.

Genung von Rechtsrock im Hallenstadion, poste jetzt “Tot den Hosen!” und du erhälst ein kostenloser Hinweis darauf, dich doch bitte mit der Band zu beschäftigen, genau wie man das bei allen anderen Bands auch machen sollte, bevor man Sie als Nazis schimpft!

In dem Sinne,

Rechtsrock im Hallenstadion, von R. Kurtz

(16.11.12)