Mammoth Storm - Fornjot 20.04.2016 - von Julian

Benjamin Blümchen adè! Direkt in die Doom-Tundra mit Mammoth Storm!

Endlich komme ich zu einem Review für Mammoth Storm. Schon im letzten November habe ich das sympathische Trio im Z7 gesehen, die Mitglieder bei Bier und Gerede etwas näher Kennen lernen dürfen und mich direkt in den Sound hineingefühlt. Darum hier mein – zugegeben etwas verspätetes - Review für Fornjot.

Das Album der schwedischen Doom-Truppe erschien 2015 als erstes Full-length-Album der Gruppe um Draconian -Gitarrist Daniel Arvidsson (Bass und Gesang bei Mammoth Storm). Mit Christer Ström und Emil Ahlmann hat er die perfekten Mitstreiter an Bord – in meinem Review werde ich zeigen warum!


Nicht erst seit Benjamin Blümchen wissen wir, dass Mastodonten schwer werden können. Und so lässt sich der Opener Augurs Echo am treffendsten beschreiben. Schwere Kost. Ultratiefe Gitarren und Bässe wabern langsam und schleppend mit passend akzentuierten «Lead»-Passagen von Christer Ström um die Wette. Die erhabene Präzision von Emil Ahlmanns Drumpassagen zeigt, wo der Hammer hängt.


Dass sich ausufernde Kompositionen nicht der Langeweile ergeben müssen zeigt spätestens Vultures Prey, das zweite Stück des Albums. Das Riffing ist abwechslungsreicher und – auf eine perfide Doom-Weise – sogar fast verspielt. Vom ersten Ton versinke ich in Atmosphäre und dem Druck eines Sommergewitters. Für mich der Track des Albums!


Der letzte Song Hekla schiesst für mich den Vogel ab! Melancholische Emotionen, herrlich dramatische Läufe, die sich immer weiter zuspitzen. Ich kann es nicht anders sagen: ich liebe es. Dieser Song hat alles, was man sich im Doom Metal wünschen darf – ist hart und sanft zugleich. Ein Spagat, den nur Könner meistern.



Fazit:
Fornjot ist wohl das eines der groovigsten Doom Metal Alben, die ich je gehört habe – der Stoner-Einfluss, auf den seitens der Band grosser Wert gelegt wird, legt seine Fährte dezent zwischen ultraschleppendem Donnerwetter aus. Meine sonst so emsigen Vergleiche mit anderen Bands wären hier aus der Luft gegriffen – denn Mammoth Storm ist nicht «irgendeine Band».

Erstaunt hat mich vor Allem die Meisterleistung ein derart präzises Geflecht aus Donner und Melodie zu schaffen. Arvidsson hat’s – und die anderen Mitglieder von Mammoth Storm ebenso. Ich würde mir jedoch in einigen Parts noch etwas mehr Power wünschen. 9/10 Zuckerstückchen!

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