Knut's WOA 2013 03.09.2013 - von Knut van Knöterich

Jeez...Dass ich mich noch daran erinnern kann...

Knut

Montag/Dienstag

Montag und Dienstag war ich eigentlich nur mehrheitlich betrunken, daher gibts nicht viel zu erzählen.... Obwohl... Ich und mein Gitarrist haben zwei halbnackte Damen in einem Auto sich sonnen sehen... war recht nett...

Mittwoch

Mittwoch ging die Post ab! Allem voran hatte ich die grosse Ehre, mit Georgij von Russkaja ein Interview zu führen. Nach je einem Bier, einem kleinen Snack und einer Zigarette waren Georgij und ich in unser kleines Gespräch vertieft. Nach diesem Highlight des diesjährigen Wacken Open Airs ging es am Abend auch sofort mit Russkaja los. Sie haben viele Songs vom neuen Album "Energia!" gespielt und haben damit wieder einmal bewiesen, dass sie eine wahre Liveband sind! Natürlich durften auch die Klassiker "Gop stop" und den allseits beliebten "Psycho Traktor" nicht fehlen! Nach dem Konzert haben Kurtz und ich uns mit unseren Freunden in den Biergarten platziert und bis sicherlich 5 Uhr durchgesoffen. Dabei spielten wir unser beliebtes Spiel "Wer macht zuerst den Gipfel?" und wir hatten sogar einen Gewinner, der seinen Sieg mit "Fuck off" kommentierte.

Donnerstag

Der Donnerstag sowie das Infield wurde mit "Skyline" eröffnet und sie waren wie jedes Jahr einfach nur Granate! Annhilator brachten saubere Headbang-Mucke und machten damit nur noch mehr Appetit auf die weiteren Bands des Abends. Thunder habe ich leider nicht ganz mitbekommen, weil ich bei ihrem Gig ein Paar Brüste durch Handauflegen vergrössern wollte... Hat nicht funktioniert...
Der Abend fing mit einem Goldstück der Musikgeschichte an: Deep fucking Purple! Die Altmeister der modernen Rockmusik starteten mit "Highway Star" und brachten damit sogar unsere Gruppe im Biergarten zum Headbangen. Sie bewiesen mal wieder, dass Rockmusik wie guter Whisky ist: Je älter er wird, desto besser wird er! Dann war es soweit: Das Infield war gerammelt voll, sogar bei uns im Biergarten standen die Leute dicht gedrängelt. Es wurde Zeit für den grossen Headliner des Openairs: Rammstein! Es waren so viele Leute bei uns, dass man die Band gar nicht richtig geniessen konnte. Die Songauswahl war super, die Feuershow (wenn man mal was davon sah) war turbogeil! Nach einem kleinen Interview mit einer doch sehr freizügigen Dame widmete sich unsere Gruppe wieder der zweitschönsten Nebensache der Welt: Alkohol. Nach einer Weile verliessen wir den Biergarten für ein paar Tequila Sunrises und Pina Coladas. Dabei ist mir noch der ehemalige/neue Schlagzeuger von Grave Digger über den Weg gelaufen: Roman Kurtz! Ich bin dann auf einem unbekannten Campingstuhl an einem unbekannten Camp verpennt.

Freitag

Freitag Morgen. Ich erwache am Camp der Hellvetia Metal Group. Wie ich dorthin gekommen bin, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich ging nach einem kleinen Mahl wieder zu meinem Camp zurück. Es war so heiss, dass ich leider so ziemlich alle Bands vom Freitag verpasste. Nur mit Unterhosen bekleidet sass ich auf meinem Campingstuhl und kämpfte um jeden Zentimeter Schatten. Das von meinem Kumpel angebotene Astra-Bier ging sehr schleppend runter. Merkt euch: Wenn es sogar zum Saufen zu heiss ist, ist das Leben vorbei!
Gegen Nachmittag wurde es angenehmer und ich bewegte mich für einen weiteren Pina Colada und ein paar Bier zum Festival Gelände. Danach ging es rüber ins Infield zu Sabaton! Und verdammte Scheisse: Es hat sich gelohnt! Die Geste von Joakim mit dem Westentausch mit einem Fan ist Etwas vom Genialsten, dass ich seit langer Zeit von einer Band gesehen habe! Ihre Show war genial, der Sound war genial, das Wetter war genial. Sabaton war ebenfalls ein grosses Highlight vom Wacken 2013.
Nach Sabaton ging es rüber auf die Black Stage. Alle Leute waren gespannt, man konnte die Elektrizität in der Luft spüren. Kommen sie? Kommen sie nicht? Und dann war es soweit.... Meine Helden waren da... Und eines meiner Vorbilder war ebenfalls da:

"WE ARE MOTÖRHEAD.... AND WE PLAY ROCK'N'ROLL!!!!!"

Sie sind tatsächlich da! Und Lemmy ebenfalls! Sie fingen an mit "I know how to die", gingen rüber zu einer sehr langsam Version von "Damage Case". Mit "Stay clean", "Metropolis" und "Over the top" kamen Songs, die man sonst selten hört. Danach kam ein Solo von Phil, danach noch "The chase is better than the catch"....Und dann war Ende Gelände. Lemmy's Körper machte nicht mehr mit. Er sah schon am Anfang sehr kraftlos aus, doch gegen Ende des Konzerts sah er nicht mehr sehr gesund aus. Man sah ihm seine Enttäuschung an, dass er nicht mehr spielen konnte. Doch die Motörhead Fans waren Lemmy nicht böse, sondern sie waren glücklich, dass Lemmy sie nicht hängen lassen wollte. Einige Vollpfosten haben angefangen zu pfeiffen und haben Buhrufe rausgelassen. Ich sollte ja nicht wirklich persönlich sein, aber hoffentlich haben diese Leute ordentlich auf die Fresse bekommen!

Von Doro habe ich leider nicht viel mitbekommen, da ich mich, mal wieder, im Biergarten meinem Kumpel Alkohol gewidmet habe. Dafür haben Grave Digger viele Sachen von ihrer aktuellen Scheibe "Clash of the Gods" gebracht. Ebenso natürlich auch ihren Klassiker "Rebellion"! Ich bin dann ausnahmsweise mal zeitig in mein Feldbett, d.h. so um 4 Uhr oder sowas....

Samstag

Samstag.... Jetzt wirds mit den Erinnerungen schwer. Ah, Alestorm stand auf dem Programm! Unsere lieben Piraten aus Schottland brachten die Party Stage zum Beben! Meine Hellvetia Mitwirker machten sich auf den Weg zu Den Apokalyptischen Reiter. Ich habe mich mit einem Typen aus Mexiko unterhalten und dabei mal wieder Bier getrunken. Kurtz kommentierte danach das Konzert so: "Sie haben mich sogar zum Headbangen gebracht!"
Danach standen "Lamb of God" auf der Speisekarte. Ozzy machte sich auf den Weg und prompt zum Beginn des Konzerts brach ein verdammt heftiger Platzregen über unsere kleine Kommune. Wir versteckten uns unter einem Sonnenschirm und blieben einigermassen trocken....Ozzy aber nicht.
Anthrax wurden mehrheitlich gehört und nicht geschaut, da wir einfach zu faul waren, um zum Infield zu gehen. Zudem war ich gerade mit Jesus (dem Mexikaner) am Saufen und es war zu gemütlich.
Alice Cooper hatte ich bereits zu jenem Zeitpunkt zwei Mal gesehen und fand ihn beide Male einfach nur Scheisse! Ich liess mich eines Besseren belehren: Cooper war schweinerotzegeil! Die Covers von The Doors, The Who und Jimi Hendrix waren verdammt geil! Sowie seine Gitarristin war eine wahre Augenweide!

Nach Cooper gings noch zu Kärbholz, das ich jedoch nach kurzer Zeit wieder verliess, da der tagelange Alkohol-, Zigaretten- und Junkfoodkonsum sowie permanente Müdigkeit doch langsam ihre Tribute forderten...Und da ich auch nicht mehr der Jüngste bin, ging ich zu meinem Camp und legte mich schlafen... Der Schlaf der Gerechten tat gut und so konnten mein Kumpel und ich das W:O:A 2013 mit einem schönen Morgen und genialen Erinnerungen abschliessen.