Infinitas - Self Destruction 10.07.2015 - von Simi Dörig

Mit Self-Destruction hat die Muotathal‘er Melodic Thrash Metal Band Infinitas ihre erste EP abgeliefert, die zwar nur 3 Lieder besitzt aber trotzdem einen Review wert ist!

Muotathal im schönen Kanton Schwyz, bekannt geworden in der Szene für das Mountains of Death Open Air bis 2011, dass dann 2012 vom HarVest Festival abgelöst wurde.
Letzteres wurde von der 2009 gegründeten und dort beheimateten Band Infinitas, die ersten zwei Mal organisiert und findet seitdem jedes Jahr statt.

Infinitas besteht aus zwei Mädels und drei Jungs, ausgerüstet mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klarnette und einer Violine. Gespielt wird Melodic Thrash Metal, wobei das Merkmal auf dem melodischen liegt, aber auch gut durchmischt von härteren Teilen ist. Der Gesang kommt abwechslungsweise von Andrea und Piri (Drummer), wobei erstere sich voll und ganz auf die Vocals konzentrieren kann und dazu noch eine starke Frontfrau abgibt, was ich vor ihrem ersten Konzert dass ich sah, nie gedacht hätte (für den Spruch gibt‘s noch aufs Maul)

Jetzt aber zu den ersten drei Studio Songs ihrer Bandgeschichte:

  1. Indra
    Das Lied beginnt mit melodischer Gitarre und bald darauf setzt auch die Violine ein, das ändert sich auch fast zwei Minuten nicht, bis es kurz Still wird. Jetzt könnte man denken dass es sich hierbei nur um ein kurzes Intro handelt, doch Indra ist mit 7:45 min das längste Stück des Albums und schon setzten dann die Drums ein.
    Also geht es mit der ganzen Ladung der Band-Instrumente weiter, sowie beiden Haupt-Vocals die einmal das gleiche, stellenweise etwas leicht abgeändertes singen und dann auch wieder zu einzelnen Parten wechseln, was eine Interessante Mischung abgibt. Zwischendurch hört man auch noch die Background-Stimme der Violinistin,* Joëlle* heraus.
    Anmerkung: Der kriegerische Indra (mächtig, stark) ist der höchste Gott der frühen indischen Kultur.

  2. Oni
    Diesmal geht es gleich von der ersten Sekunde voll los, auch wenn der Gesang ein bisschen später einsetzt und diesmal rein von Andrea übernommen wird. Was vor allem auffällt sind die kleinen Streiche der Violine, zwischen den Text Abschnitten. Ein ruhigerer Teil in der Mitte des Liedes erinnert schon fast an eine Celtic Folk Band, bevor im letzten Teil nochmals richtig Gas gegeben wird und dann die letzten 30sec dieses 6mim Liedes, noch ausgeklungen werden.
    Anmerkung: Oni ist ein Oger ähnliches Wesen der jap. Mythologie

  3. Sarkany
    Ein kleines 2 1/2min Outro, das rein Instrumental ist und schon fast ein bisschen an Mittelalter Musik erinnert, auch kommt hier die Klarinette das erste Mal vor und dominiert das Lied ein bisschen.
    Anmerkung: Sarkany ist ungarisch für Drache.

Fazit:
Obwohl Self-Destruction nur aus 3 Titeln besteht, machen diese 16min Bock auf mehr von Infinitas!
Die Idee mit den Track-Namen finde ich noch interessant und die Songs sind abwechslungsreich gespielt, von Thrash, über Melodic bis hin zu Folk-Schnipseln, bin ich gespannt wie es mit dieser Band weiter geht!
Ihre erste EP bekommt auf jeden Fall 7/10 Punkte von mir!

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Nächste Gigs der Band
7/8.8.15 HarVest Festival
3.10.15 Mit The Privateers** @ Met-Bar Lenzburg