Headbangersball Raunächte im ISC Club Bern am 30.12.2014 16.11.2014 - von Simi Dörig

Gegen Ende Jahr wird es kalt in der Hauptstadt, die Raunächte ziehen durch die Lande!

Nach dem alten Brauchtum sind um Neujahr die Raunächte, in denen die Barrieren zwischen unserer und der Geisterwelt verschwinden!

Grund genug für eine heftige Ladung deutschen Pagan und Black Metal, in den ach so frohen Festtagen!

Die Tour beinhaltet 5 Stationen mit 4 Bands, wobei in Oberhausen noch Obscurity mit ihrer CD Realise Party dazu kommen.
Zu meinem Erfreuen ist das Abschlusskonzert am 30. Dezember in der Schweiz.
Der Gig in Bern wird vom Headbangersball Organisiert.

Folgende Bands werden unsere Herzen, nach dem ganzen weihnachtlichen Kitsch, wieder schön schwarz waschen:

Hedera
Der lokale Opener aus BE/FR heisst Hedera. Gespielt wird Folk-Deathmetal, mit Violine und Teilweise weiblichem Gesang.
Ich selbst habe von der Band noch nichts gehört. Eine kleine Recherche ergibt allerdings: Einige gemeinsame Freunde auf Facebook und ziemlich gute Lieder auf Youtube!
2 Demos wurden laut der Homepage schon veröffentlicht, da die Band noch am Anfang steht, allerdings konnten sie 2013 schon Open Air Erfahrung sammeln.
Weitere Gigs in Zürich sind auch schon geplant, z.B am 20. Dez die Metal Apocalypse im Planet 5.

Firtan
2010 in Süddeutschland gegründet, spielen eine Mischung aus Black und Pagan Metal.
Ihr Name bedeutet im Althochdeutschen so viel wie Gottloser oder Verfluchter, was man ihrer Musik auch anhört.
Deutsch, düster und hart ist das Prinzip der Songs, gemischt mit melodischen Elementen und wohl überlegten Texten. Und diese Mischung klappt meiner Meinung nach wunderbar!
Die 5 Sample-Songs von ihnen höre ich die letzte Zeit rauf und runter, die Band hat mir auch gesagt, dass sie alle Sogs auf der Tour spielen werden.
Falls ihr auch Interesse habt, ist hier der Link für die Free Firtan Sampler,
Ich werde mir ihre beiden CD’s auf jeden Fall am Merch Stand holen!

Bifröst
Nicht ganz so düster aber genauso episch geht es mit der österreichischen Pagan Band Bifröst weiter! Ja so heisst der Regenbogen im Thor Film, wenigstens etwas das sie richtig aus den Sagen übernommen haben.
Zurück zum Thema: Bifröst singen über Sagen, Heldengeschichten und geben Trinklieder zum besten.
Freudige Lieder wechseln sich mit epischen und kleinen Geschichten ab, wobei nicht wirklich tiefgründig gegangen wird sondern eher der Spass an der Sache im Vordergrund steht, wie die Band einmal betont hat.
Notiz an mich: Grosse Panzertasche für genug CDs mitnehmen…

Gernotshagen
Mein Favorit des Line Ups, kurz gesagt einfach nur purer Wahnsinn.
Ich habe sie 2013 am Wolfszeit und 2014 am Hörnerfest gesehen und will einfach noch mehr!
Pagan Metal vom feinsten, garniert mit Black Metal Elementen bieten Gernotshagen eine ganze Palette an Liedern über die Natur, Schlachten, Gedanken über Treue und Zusammenhalt sowie anderen Themen.
Während die meisten, die ich kenne auf Mare aus Wäldernen Hallen *schwören, das nebenbei schon lange Ausverkauft ist und teils zu Wucherpreisen auf Ebay auftaucht, bin ich eher der Typ für *Weltenbrand.
Schon allein der Anfang mit Offenbarung’ und ‚Weltenbrand ist einfach unbeschreiblich geil!
Einsam, Bilde Wut und Schlachtenbruder gehören hier zu den Meisterwerken, wobei das Klagelied* Die Banner hoch der Nacht entgegen* einen einfach genialen Abschluss liefert!
So ziehen wir im stillen, gemeinsam durch das Leben. Die Banner hoch der Nacht entgegen!

Imperium Dekadenz
Angefangen in den Wurzeln des Black Metal, hat sich die Band seit 2004 einen Namen für seine atmosphärischen, düsteren Songs gemacht.
Wie ihre Heimat so andeutet, ist hier nichts mit Friede, Freude Eierkuchen, denn die Jungs stammen aus dem Schwarzwald.
Es wird noch einmal so richtig kalt in der Location, während von Tod und Vergänglichkeit gesungen wird. Wem es hier nicht kalt den Rücken hinab läuft, muss schon tot sein.
Doch wer jetzt an Black Metal im Sinne von aufgeschlitzten Pulsadern, Kirchenbrandstiftung oder ähnlichem denkt, liegt falsch.
Wer in der Geschichtsstunde ein wenig aufgepasst hat, merkt das mit Imperium Dekadenz das grosse/dekadente Rom gemeint ist und so schweift es auch in die alten Zeiten ab, was vor allem in Shadows Of Nostalgia zu hören ist. Ich könnte mir keinen besseren Soundtrack vorstellen, um in der Dämmerung durch einen dichten Wald zu wandern.

Zum Abschluss noch eine kleine Anmerkung an die Metalheads im Osten:
Falls euch der Weg nach Bern zu weit ist, spielt die Tour einen Tag vorher (29.Dez) in Tannenheim/Egelsee bzw im Schwarzen Adler. Ich war 2012 für Obscurity dort im Schwarzen Adler, einer kleine aber verdammt epischen Location!

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