Coal Chamber - Rivals 04.01.2016 - von Julian

Aggressive Dreckspritze mit dunklen Nu Metal Melodien.

Ja, Coal Chamber polarisieren. Man liebt sie oder man hasst sie. Meistens. Das Nu-Metal Quartett hat aber durchaus seine Qualitäten, die über den üblichen Schwarz-Weiss Rand blicken lassen sollten. So ist Nu Metal auch für mich üblicherweise weit entferntes Neuland.

Das Album «Rivals» von der US-Nu Metal Band Coal Chamber erschien am 22.05.15 in Europa. Hier also mein Review:

Der Opener «I. O. U. Nothing» fegt mit einem Nu Metal typischen, stark durch Effekte verfälschten Gitarrenriff los. Die schnell einsetzenden Drums und die für Nu Metal aussergewöhnlich harten Vocals lassen das Riff böse drücken und sorgen für die richtige Prise Härte. Das Album folgt allen Lehrbüchern des Nu Metal und sorgt für Härte und einen Touch von Wahnsinn, wie es weder Limp Bizkit noch KORN könnten. Die Drums pumpen fleissig und präzise, die Gitarren sägen sich wunderbar roh in den Kopf. Passt. Das lässt sich so auch auf die meisten Songs des Albums kopieren.

Der Song «Another Nail in the Coffin» jedoch überrascht mit einem filigranen Leadriff zu Beginn und sorgt durch interessantes Songwriting für einen durchweg spannenden Song. Für mich der Song des Albums.

Das Album ist durchweg sehr gut produziert und im Stil der Vorgängerwerke gehalten. Die Songs sind Nu Metal typisch und weichen von dieser Schiene wenig ab. Technisch wurde alles famos umgesetzt, dabei wirkt «Rivals» auf mich bis auf einige hell durchscheinende Ausnahmen aber etwas uninspiriert.

Fazit

Coal Chamber beweisen nach der Wiedervereinigung, dass sie es noch immer drauf haben einen der besten und härtesten Nu Metal Sounds überhaupt herauszulassen. Dabei bleiben sie konsequent der alten Linie treu (vielleicht liegt es an Bassistin Nadja, die nach 10 Jahren wieder in die Band zurückkehrt und einen gewissen positiven Ruhepol bildet?). Diese gefällt mir besser, als die der bekannteren Konkurrenz von Limp Bizkit oder KORN.

Das Album ist für Fans und Nu Metaller ein Muss, während die Freunde von Virtuosität oder «Trveness» wohl weniger auf ihre Kosten kämen.

Homepage der Band

Wikipedia