The Tour of the Glenn Carrig, 07.11.15 - Z7 Pratteln 08.11.2015 - von Julian

Zwischen sympathischen Musikern, Untergrund, musikalischem Donnerwetter und Vollgas.

Wie ein kleines Kind fieberte ich schon seit Wochen auf diesen Tag hin. Ahab, Mammoth Storm und High Fighter in Pratteln im (Mini)Z7. Doom, Sludge, Stoner Rock – kann das passen? Meine Antwort gibt’s in den Einzelkritiken:

High Fighter Ich hatte vor dem Konzert zwar einige Tracks von High Fighter angehört, wusste aber nicht so recht, was ich erwarten durfte. Natürlich war mir bewusst, dass High Fighter eher in die Stoner-Rock Ecke, als in die ultraschwere Doom-Metal Sparte gehören. Dass die beiden Stilrichtungen nicht weit voneinander entfernt sind, wurde mir jedoch schon beim ersten Song klar. Treibende Riffs, druckvoller Sound voller Power und Dynamik und eine Bühnenperformance, die trotz der anfänglich geringen Zuschauerzahl ohne Kompromisse überzeugen konnte. Sängerin Mona und ihre Hamburger Bandkollegen schienen auf der Bühne wie in Trance. Die Musik (dreckiger, harter und roher Stoner-Metal) und die Show von High Fighter sind bodenständig, sauber und authentisch. Ich bin überzeugt. Ein toller Einstieg in den Abend!

Mammoth Storm Auch die Schweden von Mammoth Storm waren mir nur teilweise ein Begriff. Mammoth Storm spielen eigentlich eine absolute Reinform Drone Doom/Sludge und sind im Sound wenig experimentell. Was jedoch in diesem Genre abgeliefert wird, steht auf höchster Qualitätsstufe und wurde sehr überzeugend vorgetragen. Das Mammut trampelt kompromisslos drauf los und reisst die Fans schnell mit sich. So soll Doom Metal funktionieren. Diese Band ist ein absoluter Tipp!

Ahab Der Moment war da. Ich hatte mich lange auf dieses Konzert gefreut und ich genoss jede Sekunde. „The Tour of the Glenn Carrig“ ist wörtlich zu nehmen. Die Setlist war mehrheitlich auf das kürzlich erschienene Erfolgsalbum „The Boats of the Glenn Carrig“ geprägt - doch mit „The Hunt“ am Schluss und „Divinity of Oceans“ waren auch echte Ahab-Klassiker dabei. Die Zugabe von „Antarctica (the Polymorphess)“ gab mir persönlich den (gutgemeinten) Rest. Noch immer habe ich Gänsehaut ob dem Feeling, dass Ahab rüberbringen. Die Leidenschaft, die hier in die Instrumente und den Gesang gelegt wird, ist unbeschreiblich.

Fazit Ich weiss heute irgendwie nicht, wie mir geschehen ist. In einer herrlichen Atmosphäre (die auch durch das liebevolle Ambiente und die professionellen, gutgelaunten Mitarbeiter im Z7 lebt) kam ich zu einem Abend, den ich mir in den kühnsten Träumen nicht hätte ausmalen können. Neben hammermässigen Konzerten durfte ich ALLE Mitglieder ALLER Bands treffen, ein kleines Foto machen – und mit einzelnen sogar Stunden (nicht übertrieben) Zeit verbringen. Die Bands standen unter den Fans und feierten das vorletzte Konzert der Tour. Alle waren sehr sympathisch, charismatisch und authentisch. Ich werde auf diesen Abend noch lange zurückblicken – danke an alle, die dazu beigetragen haben. Dieses „Paket“ an Bands ist das Paket für einen gelungenen Abend. Ich bin beim nächsten Mal wieder dabei.

Homepage von Ahab

Homepage von Mammoth Storm

Homepage von High Fighter

Homepage vom Veranstalter