AAARGH Festival in Leutkirchen 11-13. Juni 2015 12.03.2015 - von Simi Dörig

Aaargh Festival, was für ein Aussagekräftiger Titel! Aaargh, ich feier den Namen sowas von

Inmitten von Allgäuischen Wiesen und Wäldern befindet sich das Aaargh Gelände, genauer gesagt in Uttenhofen/Leutkirchen im Allgäu. Von mir aus sind es, laut Google, auch nur 1 ¾ Stunden mit dem Auto dahin, was mal eine schöne Abwechslung zu 3-5 Stunden Fahrt sind! Ein kleiner Tipp, wenn ihr nach dem Ort sucht, gebt einfach nur Aaargh Festival bei Google Maps ein, dann habt ihr es!

Das Gelände sieht auf dem Plan gemütlich aus und ist mit den wichtigsten Sachen ausgestattet:
Eine überdachte Bühne, Partyzelt, Ess- und Trinkstände , samt Spanferkel, sowie ein Bereich für das Merch und dazu ein befahrbarer Campingplatzt, mehr braucht man auch nicht für ein Festival!
Den Lageplan des Geländes kann man schon im vorhinein auf der Webseite betrachten.

Auch das LineUp verspricht Musikalisch einiges zu bieten, von Pagan über Black, Heavy und Hadrock, bishin zu Death und Trash Metal sind die Genres gut gemischt.
Hier ein kleiner Auszug der Bands:

Hämatom
Als samstags Headliner spielt diese Band, die zur Neuen Deutschen Härte zählt.
Angefangen mit Liedern über Märchen, haben sich ihre Texte seit der Gründung 2004, mehr ins sozial- und gesellschaftskritische gewandelt. Gut 16 Musikvideos auf YouTube geben einen schönen Einblick in ihre Musik.
Dazu konnten sie schon diverse Bands auf ihren Touren Supporten, u.a. J.B.O, Die Apokalyptischen Reiter *und Eisbrecher.*

Nachtblut
Dark Metal als Osnabrück, das gibt es als Hauptshow am Freitag!
Fast ausschliesslich in Deutsch und melodisch gespielt, setzten sich Nachtblut seit ihren Anfängen mit den Problemen der Menschheit auseinander und drücken sie einem unter die Nase.
Egal ob Böses in der Geschichte, religiöser Fanatismus von Christen/Muslimen oder Missstände der Gesellschaft, viele Themen regen zum Denken an wenn man genau auf den Text hört.

Gernotshagen
Pagan Metal vom feinsten, garniert mit Black Metal Elementen bieten* Gernotshagen* eine ganze Palette an Liedern über die Natur, Schlachten, Gedanken über Treue und Zusammenhalt sowie anderen Themen.
Wolfszeit 2013,* Hörnerfest* und Raunächte Tour 2013: Jedes Konzert von ihnen war einfach nur Episch und Geil!
Während die meisten, die ich kenne auf* Mare aus Wäldernen Hallen* schwören, das nebenbei schon lange Ausverkauft ist und teils zu Wucherpreisen auf Ebay auftaucht, bin ich eher der Typ für* Weltenbrand*.
Schon allein der Anfang mit Offenbarung und Weltenbrand ist einfach unbeschreiblich geil!
Einsam, Bilde Wut *und Schlachtenbruder* gehören hier zu den Meisterwerken, wobei das Klagelied Die Banner hoch der Nacht entgegen einen einfach genialen Abschluss liefert!
So ziehen wir im stillen, gemeinsam durch das Leben. Die Banner hoch der Nacht entgegen!

Thorondir
Leider am Wolfszeit Festival 2012 verpasst, habe ich mir im Nachhinein noch ihre beiden CDs bestellt und hatte danach noch schlechtere Laune, dass ich am frühen Samstagnachmittag mit Grippesymptomen im Campingstuhl festsass.
3 Jahre später kann ich dies endlich nachholen, denn die Alben waren sowas von geil!
Pagan Metal über Götter-Sagen, Bündnisse, Trinkgelage am Lagerfeuer und die Natur, alles in schnellen, meist gegrowlten Songs verpackt und mit Gitarre düster abgeklungen.
Passend dazu sind auch die Titel von Düsterwald und Aus jenen Tagen, ich freue mich darauf, sie endlich einmal Live zusehen!

The Privateer
Sie nennen ihren Stil selbst „Heavy Folk Metal“ Anfangs konnte man sie gut beim Pirate Metal einordnen, doch mit den neueren Alben wanderten sie Richtung Heavy und Viking was sich auch auf ihre Texte auswirkte, die jetzt eher mit einer Spur Melancholie daher kommen. Laut der Band fühlen sie sich dort auch Wohler als im "feucht-fröhlichen-Humppa-Metal"

Lyfthrasyr
Elektronischer Black Metal aus Karlsruhe, stammt der Bandname aus der nordischen Mythologie.
Die Lieder von ihnen Erinnern mich vom Sound her an Dethklok, wenn auch mit stark Keyboard begleiteten Abschnitten. Ihre letzte CD The Engineered Flesh kam vielen Reviews ziemlich gut weg und ist bestimmt eine Hörprobe wert!

Firtan
2010 in Süddeutschland gegründet, spielen sie eine Mischung aus Black und Pagan Metal.
Ihr Name bedeutet im Althochdeutschen so viel wie Gottloser oder Verfluchter, was man ihrer Musik auch anhört.
Deutsch, düster und hart ist das Prinzip der Songs, gemischt mit melodischen Elementen und wohl überlegten Texten. Und diese Mischung klappt meiner Meinung nach wunderbar!
Live schon auf der Raunächte Tour in Bern gesehen, freue ich mich auf ein weiteres Konzert von ihnen!
Falls ihr einmal reinhören wollt, bekommt ihr auf ihrer Webseite5 gratis Sampler Songs, die es in sich haben!

Das Restliche LineUp im Schnelldurchlauf mit kleiner Hörprobe (wenn vorhanden)